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Ausflug Saarbrücken 2010

Die Fahrt ging zunächt nach Völklingen zum UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Die Führung durch das bedeutende Industriedenkmal begann in der Gasgebläsehalle. In der Halle standen riesige eiserne Kolosse, die Gasgebläsemaschinen. Sie dienten früher zur Windansaugung. Der angesaugte Wind war in die Hochöfen eingeblasen worden. Die Maschinen sind wiederum mit dem in den Hochöfen anfallenden Gichtgas angetrieben worden. Unser weiterer Rundgang führte dann an der Sinteranlage vorbei. Die Sintertechnologie hatte das Recycling von Abfallprodukten erlaubt. Um Gichtstaub und Feinerze für die Eisenverhüttung verwerten zu können, mussten diese Stoffe durch das Sintern stückig gemacht werden. Danach begann der Aufstieg zur 28 m hohen Gichtbühne. Hier wurden die Rohstoffe in die Hochöfen gefüllt. Bei dieser schweren Arbeit in luftiger Höhe war bei den Arbeitern vor allem das sehr giftige Gichtgas gefürchtet gewesen. Wir wagten uns auch noch auf die höher gelegene Aussichtplattform und konnten einen unvergleichbaren Rundblick über die Landschaft genießen. Nach dem Abstieg ging es über die Gänge der Möllerhalle, dem ehemaligen  Rohstofflager für die Hochöfen, zum Ausgang zurück.
In einem nahe gelegenen Restaurant ließen wir uns saarländische Spezialitäten schmecken, bevor uns dann der Bus nach Saarbrücken brachte. Hier lud die Altstadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu einem Rundgang ein.
Vom Wasser aus konnten wir zum Abschluss auf dem Fahrgastschiff Frohsina die Saarschleife erleben. Der Kapitän begrüßte unsere Gruppe an der Anlegestelle höchstpersönlich. Im einladend gedeckten Gastraum des Schiffes entspannten wir bei Kaffee und Kuchen. Viele suchten bei herrlichem Wetter das Oberdeck auf und genossen die unberührte Landschaft. Die Uferböschungen bilden ein Rückzugsbebiet für Wasservögel und zahlreiche Zugvögel. Wir konnten eine große Herde schnatternder Graugänse und Schwäne beobachten. Im ufernahem Gewässer schwammen Entenmütter mit ihren Jungen und einige Reiher standen unbeweglich am Ufer. Leider ging die entspannende Flussfahrt auf der Saar viel zu schnell zu Ende. Wir machten uns auf den Heimweg. Wieder mal ging eine Reise voller Eindrücke und Erlebnisse viel zu früh zu Ende.